Musik
Das Meer hat sich in den Schlaf gewiegt
Die Wolken hangen so nieder,
das Meerweib auf seiner Klippe liegt.
Sie dehnt die weißen Glieder
und sie schielt weit über die dunkle Flut.
Mit ihren grünen Augen
Es lustet sie, wieder warmes Blut
Aus roten Lippen zu saugen
Da kommt geschwom
men ein junger Hai,
Lässt einen Lockruf gähnen.
Das Meerweib tut einen mögen Schrei
Und schnellt vom Fels in die Wellen.
Und sie packt den Hai bei
den Flossen gut,
Schwingt sich auf seinen Rücken
Und dann sausen sie hin auf
schräumende Flut,
bis sie ein Schiff erblicken,
bis sie ein Schiff erblicken.
Und übers Meer blüht ein Steuermann,
er sieht es finstern an.
Er scheucht seine flinken Burschen hinan,
zu raffen das Tuch, zu raffen das Tuch.
Zu spät, die See hat ausgeträum t,
springt auf in einem Satze
Und wutbeschäumt
schlägt in das Schiff
das Meerweib die Tasse
Und die Masken splittern
und das Steuer bricht,
lebt wohl ihr braven Gesell
'n
Der Hai umkreist die Planken dicht,
die dort am Fels zerschellen
die dort am Fels er schennt
Das Meerwein hat seinen Durst gestillt
Nun träumt sie auf ihrer Klippe
Oh, wie reich und warm ist
ein Menschenkind
Oh, wie süß ei ne Menschenlip pe
Untertitel Stephanie SWR 2021